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Schwyzer Geräteturnerinnen brillieren an der Mannschafts-SM

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Ein unerwarteter Exploit der Schwyzer Turnerinnen  

Der kleine Kanton Schwyz spielte an der Mannschafts-SM im Geräteturnen im Konzert der Grossen mit. Das K5-Team überraschte mit dem fünften Rang. Auch die K6-Turnerinnen überzeugten. 

Damit hätten wir niemals gerechnet», sagte Cindy Kobler gestern. «Auch nach dem Wettkampf nicht. Das Wertungsgericht legte die Latte für gute Noten sehr hoch an. Wir wussten zwar, dass die fünf Turnerinnen einen guten Wettkampf erwischt hatten. Aber die Punktzahlen liessen nicht auf einen Exploit hoffen», sagt die Siebnerin weiter. Den Exploit gab es aber. Rang fünf in der Kategorie 5. Eine so gute Klassierung gab es für den Kanton Schwyz an Schweizer Meisterschaften im Mannschafts-Geräteturnen noch gar nie. «Unser Kanton ist im Aufwind, und das kommt langsam auch bei den grösseren Kantonen an», freut sich Kobler. Im Team dabei waren die Siebnerinnen Besiana Bislimi und Tabea Züger, die Einsiedlerinnen Céline Schön und Shana Fässler sowie Vanessa Späni vom STV Wollerau-Bäch.

 

Eine gute Stimmung, bereits im Vorfeld

Besonders überzeugend trat das Quintett an den Schaukelringen an. Die Schwyzerinnen holten am meisten Punkte aller 22 angetretenen Mannschaften – und dies mit deutlichem Abstand. Am Sprung, einem Schwachpunkt des Teams, «wurde der Schaden in Grenzen gehalten und am Boden und am Reck zogen alle ihr Programm souverän durch», so Kobler weiter. Die designierte Geräteturn-Chefin des Kantonal-Schwyzer Turnverbands sagt weiter, dass der Erfolg nicht von ungefähr kommt. «Die Mädchen trainierten sehr oft zusammen, es herrschte im Vorfeld eine gute Stimmung, sie pushten sich gegenseitig. Und dass man sich nicht mehr über den Team-Wettkampf für die Einzelfinals qualifizieren kann, war für uns sicher ein Vorteil. So konnten sich alle auf das Team konzentrieren. Und das taten sie auch.»

 

Mit soliden Leistungen zu Rang zehn

Am Sonntag standen die Wettkämpfe im K6 und K7 an. Kobler prophezeite, dass es schwierig werden dürfte. Das neu formierte Team im K6 liess sich davon aber nicht beeindrucken und überzeugte mit dem zehnten Rang. «Wir hatten am Reck zwei Stürze, was uns die Auszeichnung kostete. Aber allgemein war es ein enorm starker Wettkampf», sagt Kobler. Die beiden Teamleaderinnen Martina Lacher und Samira Jud (beide TV Siebnen) schritten mit starken Punktzahlen voran; Viviane Ruhstaller, Vanessa Fries (STV Einsiedeln) und Sarah Föllmi vom STV Wollerau-Bäch trugen mit soliden Auftritten zum starken zehnten Rang bei. 

 

Kleiner Kanton ganz gross

Wie erwartet hartes Brot zu essen hatten die K7-Turnerinnen. Erstmals überhaupt stellte der Kanton Schwyz in der höchsten Kategorie ein Team. «Wir starteten in derselben Abteilung wie die Schweizer Meisterinnen aus Luzern. Es war offensichtlich, dass zur Spitze noch einiges fehlt», urteilt Kobler. Am Reck, dem schwächsten Gerät, wurden die Schwyzerinnen mit tiefen Noten abgestraft. «An den anderen drei Geräten lief es aber ziemlich gut. Deswegen waren wir schon überrascht, als es am Schluss der letzte Rang wurde. Es fehlte aber nur sehr, sehr wenig, und wir hätten drei, vier Kantone hinter uns lassen können.» 

Das Leiterteam darf unter dem Strich ein äusserst positives Fazit des ersten von drei SM-Wochenenden ziehen. In einem Sport, der in der Schweiz so weit verbreitet ist, wie kaum ein anderer, konnte der Kanton Schwyz etliche grosse Regionen hinter sich lassen. 

 

Bericht von Andy Züger, March Anzeiger

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